Buchtipp:
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Eine Trockenmauer ist ein faszinierendes Sekundärbiotop. Durch ihre offene Bauweise ohne Mörtel bietet sie unzähligen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum. Die Hohlräume, Nischen und Ritzen dienen als Unterschlupf, Überwinterungsort und Jagdrevier
Ökologischer Nutzen:
Wärmespeicher für Reptilien und Insekten: Die unverfugten Natursteine speichern die Wärme der Sonne und geben diese langsam wieder ab. Dies ist essenziell für wechselwarme Tiere wie Eidechsen (z. B. Zauneidechse) und Schlangen.
Sonnenplätze: Auf den freigelegten Mauerkronen können sich Insekten und Reptilien aufwärmen, um aktiv zu werden.
Nahrungsquelle und Nistplatz für Wildbienen: Die sonnigen Spalten sind ein idealer Brutort für solitär lebende Wildbienen, Hummeln und Wespen.
Rückzugsort: Käfer, Spinnen, Schmetterlinge und Ameisen nutzen das ungestörte Labyrinth als Unterschlupf und Überwinterungsmöglichkeit.
Lebensraum für Amphibien und Kleinsäuger: Auch Erdkröten, Molche, Siebenschläfer, Mäuse oder der Igel finden in den größeren Hohlräumen in Bodennähe den perfekten Rückzugsort.
Tiere die die Trockenmauer nutzen:
– Eidechsen
– Wildbienen
– Laufkäfer
– Spinnen
– Schmetterlinge
– Amphibien wie Erdkröte oder Molch
– Schnecken
– Asseln
– Schwebfliegen
– Spinnen
– Springschwänze
– Blindschleichen
Bauanleitung:
Standort: Sonnig bis halbschattig. Der Boden sollte locker und wasserdurchlässig sein, um Staunässe und Fäulnis zu vermeiden. Zudem sollte sich die Hecke harmonisch in den Garten einfügen und nicht direkt unter Laubbäumen stehen, da herabfallendes Laub die Besiedlung durch andere Pflanzen behindern kann. Ideale Ausrichtung Ost-West oder Süd-Nord
Fundament: Boden ca. 25cm – 30cm tief ausheben. Rinne mit Schotter oder Kies (z.B. Körnung 0/32) als Drainage auffüllen und Untergrund gut verdichten, um Setzungen zu vermeiden. Regionale Bruchsteine (z.B. Kalkstein, Sandstein, Grauwacke) oder wiederverwendete Ziegel und Pflastersteine verwenden. Größere Steine gehören nach unten.
Schichtung: Steine versetzt und leicht nach innen geneigt setzen, damit die Mauer stabil bleibt. Zwischenräume hinter der Mauer mit Schotter und Sand auffüllen. Im Inneren etwas Sand oder einfache Erde verbauen, um Pflanzen das Wurzeln zu ermöglichen.
Abschließen: Die idealen Begleitpflanzen (einheimisch) um die Trockenmauer zu beleben:
– Berg-Steinkraut, Steinkresse, Steinrich, Berggold (Alyssum montanum)
– Breitblättriger Thymian, Gewöhnlicher Thymian, Quendel-Thymian, Arznei-Thymian, Feld-Thymian (Thymus pulegioides)
– Gelbes Sonnenröschen, Gewöhnliches Sonnenröschen (Helianthemum nummularium)
– Gewöhnliches Katzenpfötchen (Antennaria dioica)
– Hufeisenklee, Gewöhnlicher Hufeisenklee (Hippocrepis comosa)
– Kriechendes Gipskraut, Zwergschleierkraut (Gypsophila repens)
– Pfingst-Nelke, Grenobler Nelke (Dianthus gratianopolitanus)
– Roter Steinbrech, Gegenblättriger Steinbrech (Saxifraga oppositifolia)
– Rotes Seifenkraut, Kriechendes Seifenkraut (Saponaria ocymoides)
– Sand-Thymian, Feld-Thymian, Quendel (Thymus serpyllum)
– Steinbrechfelsennelke, Felsennelke (Petrorhagia saxifraga)
– Zwerg-Glockenblume, Niedliche Glockenblume (Campanula cochleariifolia)
Pflege:
Mauerkrone und Fugen einmal jährlich (am besten im Spätherbst) von stark wuchernden Wurzelunkräutern (z. B. Giersch) befreien. Kleine Moose, Flechten oder genügsame Polsterpflanzen wie Sedum (Mauerpfeffer) stehen lassen.Aufgehende Gehölze wie Efeu, Brombeeren oder junge Bäume müssen regelmäßig entfernt werden, da ihre dicken Wurzeln die Steine auseinanderdrücken und die Mauer destabilisieren können. Mauer einmal im Jahr auf Frostschäden oder herausgefallene Steine überprüfen. Lockere Steine mit kleinen Stein- oder Schotterkeilen festlegen.Schnittgut vom Mauerfuß entfernen. Dieses Material kann aber in der direkten Umgebung zu einem Totholzhaufen aufgeschichtet werden, der den Tieren zusätzlichen Schutz bietet
Gerne helfe ich beim gestalten oder baue gegen eine Aufwandsentschädigung eine Trockenmauer in Deinem Garten.
Bei Bedarf/Interesse nimm gerne Kontakt zu mir auf
