Buchtipp:
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Eine Totholzhecke (auch Benjeshecke) ist ein aufgeschichteter Haufen aus Strauchschnitt und Ästen von Laubgehölzen. Sie ist ein kostengünstiger Sichtschutz, recycelt Gartenabfälle und ist ein extrem wertvoller Lebensraum für Vögel, Igel, Insekten und Amphibien
Ökologischer Nutzen:
Lebensraum & Biodiversität: Sie bietet einen idealen Rückzugsort und ein Winterquartier für Igel, Kröten, Blindschleichen und diverse Insekten wie Wildbienen und Käfer. Vögel (z. B. Rotkehlchen) nutzen das dichte Geäst gerne für den Nestbau.
Nahrungsquelle: Die sich zersetzenden Hölzer und Mikroorganismen locken zahlreiche Nützlinge an, die wiederum das biologische Gleichgewicht im Garten regulieren.
Kreislaufwirtschaft: Anstatt den Baum- und Strauchschnitt kostenpflichtig zu entsorgen, wird er sinnvoll recycelt. Das Holz verrottet langsam und reichert den Boden durch natürliche Humusbildung mit Nährstoffen an.
Natürliche Pflanzhilfe: Durch den Windschutz und die Feuchtigkeit im Totholz keimen Samen, die Vögel und der Wind eintragen, wodurch sich oftmals von selbst eine lebendige Hecke bildet.
Tiere die die Totholzhecke nutzen:
– Vögel (Zaunkönig, Rotkehlchen, Amseln, …)
– Igel
– Amphibien
– Reptilien
– Insekten (Blauschwarze Holzbiene, …)
– Spinnen
– Asseln
Bauanleitung:
Standort: Sonnig bis halbschattig. Der Boden sollte locker und wasserdurchlässig sein, um Staunässe und Fäulnis zu vermeiden. Zudem sollte sich die Hecke harmonisch in den Garten einfügen und nicht direkt unter Laubbäumen stehen, da herabfallendes Laub die Besiedlung durch andere Pflanzen behindern kann. Ideale Ausrichtung Ost-West oder Süd-Nord
Grundgerüst: Holzpfähle (z.B. aus Robinie oder Haselnuss) in zwei parallelen Reihen mit einem Abstand von ca. 50cm – 70cm in den Boden schlagen. Die Höhe sollte zwischen 100cm und 150cm cm liegen
Schichtung: Den Zwischenraum mit dem angefallenen Schnittgut aufschichten. Unten grobe, dicke Äste für die Stabilität und nach oben hin feineres Material auflegen
Abschließen: Material leicht fest treten oder es durch das Eigengewicht setzen lassen. Zu starkes Pressen vermeiden, um Hohlräume für Tiere zu erhalten. Die idealen Begleitpflanzen (einheimisch) um die Hecke zu beleben:
– Alpen-Waldrebe (Clematis alpina)
– Brombeere, Wilde Brombeere (Rubus fruticosus)
– Deutsches Geißblatt, Waldgeißblatt (Lonicera periclymenum)
– Echter Hopfen, Wilder Hopfen (Humulus lupulus)
– Efeu, Gewöhnlicher Efeu (Hedera helix)
– Feldrose, Kriechrose (Rosa arvensis)
– Gartengeißblatt, Echtes Geißblatt (Lonicera caprifolium)
– Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba)
– Heckenrose (Rosa corymbifera)
– Rotfrüchtige Zaunrübe (Bryonia dioica)
– Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
– Wilde Platterbse, Wald-Platterbse (Lathyrus sylvestris)
– Wiesen-Platterbse (Lathyrus pratensis)
– Zaun-Wicke (Vicia sepium)
Pflege:
Es fällt kaum Arbeit an. Durch das Verrotten sackt die Hecke ab und es kann einfach regelmäßig neuer Strauchschnitt von oben nachgefüllt werden
Gerne helfe ich beim gestalten oder baue gegen eine Aufwandsentschädigung eine Totholzhecke in Deinem Garten.
Bei Bedarf/Interesse nimm gerne Kontakt zu mir auf
