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Schneehase – Lepus timidus varronis

Einheimische – Art
Tier des Jahres 2025 – Deutsche Wildtier Stiftung

Klasse: Höhere Säugetiere
Ordnung: Hasenartige
Familie: Hasen
Art: Alpenschneehase

Beschreibung: Sommerfell graubraun. Winterfell weiß mit schwarzen Ohrenspitzen(Löffeln). Winterfell ist Luft gefüllt und isoliert so besser gegen Kälte. Kompakte Statur. Breite, kräftige, stark behaarte Pfoten. Rein weißer Schwanz (Blume). Dunkle bis braune Augen
Kopf-Rumpf-Länge: 40cm – 60cm
Gewicht: 1,4kg – 3,2kg
Herzfrequenz: … Schläge pro Minute
Körpertemperatur: …°C

Sinnesleistung:
Sehvermögen: 360° Sichtfeld
Gehör: Gut, regelt Blutzirkulation mit den Ohren um Wärmeverlust auszugleichen (Allenschen Regel)
Geruchsinn: Gut
Sonstiges: Bergmannsche Regel, Jacobsonsches Organ

Lebenserwartung: Ca. 8 – 12 Jahre
Lebensraum: Tundragebiete, Wälder, Moore , offene Flächen. Hält sich gerne an der Baumgrenze auf und ist gut an den Boreo-Alpinen Lebensraum angepasst. Bis in einer Höhe von bis zu 1.300m-3.800m, gelegentlich auch bis 700m anzutreffen
Lebensweise: Gesellig, Dämmerungs- und Nachtaktiv,
den Tag verbringt er in einer geschützten Sasse oder einer gescharrten Schneehöhle. Alpenschneehasen sind sehr standorttreu. Kein ausgeprägtes Territorialverhalten

Fortbewegung: Bis zu 80km/h schnell
Nahrung: Gräser, Kräuter, Heidekraut, Zweige, Rinde, Knospen, Triebe, Blätter, Heidelbeeren, Eberesche, Weide, Brombeere, Himbeere, Rispengräser, Fichte, Simsen, Binsen, Sauergräser, Rippenfarne, Drahtschmielen
Sonstiges: Produziert Blinddarmkot der Bakterien und Mikroorganismen enthält, dieser wird nach ausscheiden wieder gefressen. Hat einen Stopfmagen

Fortpflanzung: Nestflüchter, werden meist an geschützten Orten in Felsnischen oder unter Bäumen geboren
Paarungszeit: März – Juli
Tragzeit: 7 -8 Wochen
Wurfzeit: April – September
Wurfgröße: 2 – 5 Jungtiere
Anzahl der Würfe: 2 – 3 Würfe pro Jahr
Säugezeit: 4 – 6 Wochen, Häsin kommt nur 1x am Tag kurz zum säugen vorbei, Jungtiere ansonsten alleine
Selbstständig: 4 – 6 Wochen
Geschlechtsreife: Ca. 1 Jahr
Jungensterblichkeit:
Sonstiges: Hybridisierung mit Feldhasen möglich

Natürliche Feinde: Rabenvögel, Greifvögel, Füchse, Marder, Steinadler, Luchse, Uhus
Abwehrverhalten: Drückt sich flach in Mulden oder Felsspalten, flieht oft erst im letzten Moment. Im felsigen Gelände sehr wendig
Mögliche Krankheiten: Tularämie (Hasenpest, Zoonose), Virale Hämorrhagische Krankheit (RHDV-2)

Schutzstatus:
– Bundesnaturschutzgesetz – Besonders geschützt
– Rote Liste Deutschlands – Extrem selten
– FFH Richtlinie
Es ist verboten, Alpenschneehasen zu fangen, zu verletzen, zu töten oder ihre Lebensstätten zu zerstören. Es drohen bei Verstoß bis zu 50.000 € Strafe oder bis zu 5 Jahre Freiheitsstrafe!
Im Bundesjagdgesetz (BJagdG): Ja, aber ganzjährig geschont

Funktion im Ökosystem: Fressverhalten trägt zur Dynamik der hochalpinen Pflanzenwelt bei. Ist ein wichtiges Beutetier für seine Fressfeinde. Wichtiger Indikator für den Klimawandel, da er empfindlich auf auf klimatische Veränderungen reagiert

Alpenschneehasen brauchen Hilfe, wenn …
– sie verletzt sind

Wie helfe ich richtig?
– Handschuhe anziehen (Eigenschutz)
– Karton mit Luftlöcher versehen und mit Handtuch auslegen
– Alpenschneehasen benötigen als Nestflüchter KEINE zusätzliche Wärmequelle!
– Alpenschneehasen vorsichtig in den Karton setzen
– Bitte KEIN Futter anbieten!!!
– Wasser darf in einer flachen Schale angeboten werden, bitte KEIN Wasser in den Alpenschneehasen eingeben!!!
– Keine Medikamentengabe, auch kein Flohmittel!!!
– Wildtierpflegestelle, Tierpark/Zoo, wildtierkundigen Tierarzt kontaktieren und Feldhase dort abgeben
– Nach der Abgabe an fachkundige Stelle, Hände gut waschen und desinfizieren (Eigenschutz)

Was kann ich tun um Konflikte zu vermeiden?
– Hunde in Alpenschneehasengebieten an der Leine führen

Was kann ich tun um den Alpenschneehasen zu unterstützen?
– Abstand halten
– Beim Wandern, Skifahren oder Schneeschuhgehen auf den markierten Wegen und Pisten bleiben
– Alpine „No-Go-Areas“ und ausgewiesene Schutzgebiete, besonders in den frühen Morgenstunden, in der Dämmerung und nachts meiden
– Ruhig verhalten
– Indirekt jeder Beitrag zum Klimaschutz

Buchtipps:
– …

Mythologie: Da der Alpenschneehase seine Fellfarbe verändern kann, machten ihn die Christen zum Symbol für Verwandlung und Auferstehung

Über den Experten: caroline.schoch

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