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Mauswiesel (Kleines Wiesel) – Mustela nivalis

Einheimische – Art

Klasse: Säugetiere
Ordnung: Raubtiere
Familie: Marder
Art: Mauswiesel (Zwergwiesel, Kleinwiesel, Hermännchen)

Beschreibung: Braune Oberseite ist von Bauch, Brust, Kehle und Laufinnenseiten durch gezackte Linie weiß abgetrennt. Füße braun. Kurzer Schwanz, einfarbig braun, der es eindeutig vom Hermelin unterscheidbar macht. Brauner Fleck im Mundwinkel
Kopf-Rumpf-Länge: 11cm – 26cm
Schwanz: 2cm – 8cm
Gewicht: 25g – 250g
Herzfrequenz: 400 Schläge pro Minute
Körpertemperatur: …°C

Sinnesleistung:
Sehvermögen: Sehr gut Sehsinn ausgebildet, kann Farben sehen
Gehör: Hört ausgezeichnet, kann Beutetiere unter der Schneedecke orten
Geruchsinn: Sehr gut ausgeprägt
Sonstiges: Markiert Reviere mit Harn, Kot und Analdrüsensekret, Jacobsonsches Organ

Lebenserwartung: Ca. 72 – 9 Jahre
Lebensraum: Bevorzugt sandige, trockene Bereiche, wie Hecken, Brachen und trocken gefallene Gräben und Böschungen, Grünland- und Weinbergsbrachen, Waldränder, Wiesen, Weiden, Feldränder, trockene Wiesen, lichte Wälder mit Gebüschen, dichte Erd- und Baumlöcher, Fels- und Mauerspalten, Baumwurzeln, Stein- und Holzhaufen, alten Gemäuer, in Maulwurfsgängen, Hamster- und Rattenbauen. Im Winter auch in Ställen, Kellern und auf Dachböden. Ist bis in eine Höhe von 3.000m anzutreffen
Lebensweise: Einzelgänger, Tag- und Dämmerungsaktiv, standorttreu, Such- und Stöberjäger läuft auf sogenannten „Pirschpfaden“, bei Schnee spielt sich Leben fast ausschließlich unter Schneedecke ab (Tunnel), verständigen sich untereinander durch zischende und singende Laute

Fortbewegung: Blitzschnelle, tänzelnde oder hüpfende Gangart, stöbert flink am Boden, hervorragender Kletterer, ist schnell, effektiv und ausdauernd, sehr schneller Läufer und guter Schwimmer
Nahrung: Feld-, Spitz- und Wühlmäusen, Vögel, Eier, Insekten, junge Hasen, junge Kaninchen, Eidechsen, Vogeleier, Ratten, Maulwürfe, Bilche, Amphibien
Sonstiges: Braucht 5 Mäuse pro Tag. Tötet Tiere die wesentlich größere sind als sie selbst, beispielsweise Kaninchen oder ausgewachsene Ratten. Oft töten sie auch mehr Tiere, als sie verzehren können. In der Regel wird das Opfer durch Genickbiss getötet

Fortpflanzung: Nesthocker, werden meist in geschützten Nestern, oft in verlassenen Mäusebauten, Reisighaufen, Baumhöhlen, Felsspalten, Asthaufen oder unter Wurzeln geboren
Paarungszeit: Februar- März
Tragzeit: 34 – 37 Tage
Wurfzeit: April – August
Wurfgröße: 3 – 10 Jungtiere
Anzahl der Würfe: 1 – 2 Würfe pro Jahr
Säugezeit: 4 – 10 Wochen
Selbstständig: 6 – 8 Wochen
Geschlechtsreife: Ca. 3 – 6 Monate
Jungensterblichkeit: …

Natürliche Feinde: Greifvögel, Eulen, Füchse, Hermeline, Katzen, Uhus, Marder, Hunde
Abwehrverhalten: Flüchtet, wird es in die Enge getrieben kann es sehr aggressiv werden und sich durch Beißen verteidigen
Krankheiten: Tollwut

Schutzstatus:
Keiner
Im Bundesjagdgesetz (BJagdG): Ja

Funktion im Ökosystem: Mauswiesel ernähren sich fast ausschließlich von kleinen Nagetieren, insbesondere Wühlmäusen und Feldmäusen. Aufgrund ihrer geringen Größe und ihres schlanken Körpers können sie direkt in die unterirdischen Gangsysteme der Mäuse eindringen und diese dort jagen. Da sie einen sehr hohen Stoffwechsel haben, verzehren sie pro Tag etwa fünf Mäuse, was zu einer schnellen Reduzierung von Mäusepopulationen führt. Durch die Dezimierung von Wühlmäusen bewahren sie junge Bäume vor Wurzelschäden und schützen landwirtschaftliche Kulturen vor Ausfällen, weshalb sie als wertvolle Nützlinge gelten. Trotz ihrer Funktion als Beutegreifer sind sie selbst Beute für größere Raubtiere und Greifvögel wie Eulen

Mauswiesel brauchen Hilfe, wenn …
– junge Mauswiesel ziellos umherirren, fiepsen oder gefunden werden, nachdem die Mutter (z. B. durch Verkehrsunfall) gestorben ist
– sichtbare Verletzungen zu sehen sind
– Apathie oder Taumelnbemerkt wird
– Katzen/Hunde es mitbringen
– es in Kellern, Schächten, Regentonnen oder bei Hochwasser (z. B. in Bächen) gefangen ist

Wie helfe ich richtig?
– Ruhe bewahren, Hektik überträgt sich auf das Tier
– Handschuhe (Gartenhandschuhe) tragen, da Wiesel beißen können
– Tier in einen Karton mit Luftlöchern setzen, der mit einem Handtuch ausgelegt ist
– Verletzte Wiesel kühlen schnell aus. Eine Wärmflasche (körperwarm) unter dem Handtuch im Karton hilft
– Karton abdecken und an einen dunklen, ruhigen Ort stellen
– Handelt es sich um ein Jungtier, aus sicherer Entfernung abwarten und beobachten, ob die Mutter zurückkommt.
– Umgehend einen örtlichen Tierschutzverein, eine Wildtierstation oder die Polizei oder wildtierkundige Tierärzte kontaktieren
– Die Aufzucht von Mauswieseln ist sehr anspruchsvoll (benötigen spezielles Futter wie aufgetaute Babymäuse).Dies sollte daher einem Fachmann überlassen werden
– Fütterung mit Katzenfutter ist falsch; bei kleinen Wieseln ist fachmännische Hilfe (Wildtierpfleger) entscheidend für die Wiederauswilderung

Was kann ich tun um Konflikte zu vermeiden?
– Vögel- oder Hühnervolieren mit sehr engmaschigem Draht (Maschenweite kleiner als (1cm) sichern, da Mauswiesel durch normale Hühnerdrahtmaschen passen

Was kann ich tun um das Mauswiesel zu unterstützen?

– Stein- und Reisighaufen an einer ruhigen Stellen im Garten angelegten
– Mauswieselburg (spezieller Nistkasten, der in Reisig- oder Steinhaufen eingebaut wird)
– Offener Komposthaufen
– Einheimische und struktureiche Hecken pflanzen
– Auf Gifteinsatz gegen Wühlmäuse oder andere Kleinsäuger verzichten

Buchtipps:

Mythologie:

Über den Experten: caroline.schoch

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